Die Bezirksbürgermeisterin Isolde Ries berichtet


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Isolde Ries

In unserer der Septembersitzung beschäftigten wir uns mit der Ortsmitte Gersweiler. Sie soll schon lange städtebaulich aufgewertet werden – sie soll nicht nur schöner, sondern als solche auch mehr ins Auge fallen.
Vorgespräche und Ortstermine fanden schon Anfang Mai dieses Jahres mit dem Baudezernenten Prof. Lukas und Vertretern des Stadtplanungsamtes statt. Geplant ist, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und durch die Neugestaltung der Vorflächen vor den Gebäuden 86-92 in der Hauptstraße einen Platzcharakter zu schaffen.
Dazu sollen breitere Gehwege und Warteflächen geschaffen, die Fahrbahnen verengt und in der Fahrbahnmitte mit Pflasterstreifen getrennt werden. Zusätzliche Bäume und Sitzmöglichkeiten sollen zum Verweilen einladen. Kurzparken soll unterhalb der Meierei möglich sein.
Für den Bus in Richtung Klarenthal soll es eine kurze Fahrbahnrand-Haltestelle geben, in Fahrtrichtung Burbach jedoch eine Busbucht, da hier umgestiegen werden kann.
Bei der Maßnahme müssen die privaten Anlieger mitspielen, damit das Ziel erreicht werden kann: städtebauliche Aufwertung, Verkehrsberuhigung und Barrierefreiheit im ÖPNV.
Und wenn wir schon einmal dabei sind: wir wollen prüfen, ob die Treppe zur Brunnenstraße besser gestaltet werden kann.

In Burbach will die Langwied-Stiftung als Ersatz für das Pflegeheim Willi-Graf-Haus, das aufgegeben wird, ein dreigeschossiges Seniorenheim unterhalb des Friedhofes in der Viktor-Tesch-Allee einrichten.
Die vorhandene Fläche wird mit 0,5 ha zur Hälfte bebaut.
Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.
Da es bei der Offenlage am 6. Juli 2020 im Bürgerhaus Burbach Bedenken der Anwohner gegen einen 2. Bauabschnitt mit einer Bebauung der gesamten Fläche von 1,1 ha gegeben hat, habe ich diese an die Stadtverwaltung formuliert und um Berücksichtigung bei einer erweiterten Planung gebeten.

In Klarenthal sollen die Straße Im Mühlenfeld ca. 300 Haushalte und in der Kreisstraße ca. 200 Haushalte mit Glasfaserkabeln ein schnelleres Internet erhalten.
So weit, so gut, aber dennoch ein Schildbürgerstreich: In der Kreisstraße muss dafür der Gehweg wieder aufgerissen werden, nachdem er erst kürzlich erneuert wurde. Ich habe als Bezirksbürgermeisterin deutlich gemacht, dass ich für eine solche Planung kein Verständnis habe. Dies zeigt wieder aufs Beste das oft beklagte Unvermögen der Telekom, Baumaßnahmen mit den städtischen Behörden abzustimmen. Da ist es auch kein Trost, dass die Kosten an der Telekom hängen bleiben, die Unannehmlichkeiten bleiben bei den Bürgerinnen und Bürgern und der Bürgersteig wird durch die Maßnahme auch nicht besser oder schöner.
In einer Zeit, wo jeder mit jeden verbunden ist, wird hier noch geplant als würden wir mit Brieftauben arbeiten. Der Bezirksrat hat das Vorhaben aufs Schärfste verurteilt.

Die Straße „Am Sprinkshaus“ in Gersweiler wird instandgesetzt und gleichzeitig das marode Amphibienleitsystem erneuert, die Beleuchtung der Straße wird verbessert, die Querungshilfe am Grenzübergang barrierefrei gestaltet. Außerdem werden Parkplätze markiert, um die Situation für Autofahrer und Fußgänger zu verbessern.
Für die Anlieger bringt dies Probleme mit sich, da sie zweitweise mit dem Auto nur über die Goldene Bremm erreichbar sind. Ein schwacher Trost, dass vor allem am Wochenende die Restaurants und der Tabakladen angefahren werden können.
Ich appelliere an die Bürgerinnen und Bürger, wegen eines Umwegs über die Goldene Bremm einen Besuch der Geschäfte, Pizzeria und Restaurants nicht zu verzichten oder alternativ auch mal einen Fußweg in Kauf zu nehmen. Geschäfte und Lokale sind durch die Covid-19-Einschränkungen gebeutelt genug.
Die Baustelle bleibt für Fußgänger und Radfahrer jederzeit passierbar.

Ihre Isolde Ries
Bezirksbürgermeisterin
Stadtbezirk West

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