SPD | Erweiterung der Firma Woll: Selbstblockade der Koalition endlich beendet

„Es wurde höchste Zeit, dass die Koalition ihr Gezerre um die Erweiterung der Firma Woll beendet hat“, so Mirco Bertucci, Fraktionsvorsitzender der SPD im Saarbrücker Stadtrat zur Einigung der Jamaika-Koalition über die Entwicklung des Gersweiler Maschinenbauers. Wichtig sei jetzt, das Verfahren zügig vorzubringen und nicht immer neue Forderungen oder Prüfaufträge zu stellen.

Bernd Weber, SPD-Stadtverordneter aus Gersweiler ergänzt: „Das ist eine wichtige Entscheidung für das Unternehmen, für Gersweiler und den Wirtschaftsstandort Saarbrücken. Für mich zeigt das insbesondere, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind. Jetzt kann es endlich vorangehen.“

Bernd Weber

Im Verfahren um die Erweiterung sei unnötig viel Zeit verschenkt worden. Weber: „Diese unnötige Ochsentour hätte uns die Koalition ersparen können. Die Pläne waren von vornherein auf den Ausgleich zwischen Wirtschaft und Umwelt ausgelegt. Der nun gefundene Kompromiss kann da eigentlich nur irritieren: Im Herbst war die Rede von 2,1 Hektar Waldfläche, die gerodet und anderswo ausgeglichen werden müsste. Nun wird die Begrenzung auf 2 Hektar als großer umweltpolitischer Erfolg verkauft. Für 0,1 Hektar hat die Koalition die Entwicklung des Unternehmens mutwillig verzögert. Ich bin froh, dass die Familie Woll das mitgemacht hat.“

Mirco Bertucci

Für Mirco Bertucci stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach der Politikfähigkeit der Koalition. „Vieles ist einfach nur Show. Die angeblichen Alternativstandorte Kompostieranlage und Stadtgärtnerei waren nie wirklich machbar. Jetzt werden sie als mögliche Flächen für einen irgendwann vielleicht geplanten zweiten Bauabschnitt bezeichnet. Man kann hier natürlich ein Gewerbegebiet einrichten – die Frage über die teure Verlagerung der bestehenden Einrichtungen müssen dann in der Zukunft eben andere beantworten. Letztlich dient das nur der Gesichtswahrung für die Grünen. Und wenn die FDP die Einigung nun als Willkommensbotschaft für ansiedlungswillige Unternehmen verkauft, kann das eigentlich nur ein Aprilscherz sein. So macht man keine verlässliche Wirtschaftspolitik in einer Landeshauptstadt.“

Fotos: Bertucci: Heyd; Weber: Strauch

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