SPD-Stadtratsfraktion fordert schnelle Unterstützung für Saarbrücker Kulturszene

„Die Kulturszene in Saarbrücken braucht Hilfe, und zwar jetzt!“ – diesen dringenden Appell richtet die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, Susanne Commerçon-Mohr, an die Verantwortlichen an der Spitze und im Kulturdezernat der Landeshauptstadt. „Statt haushaltspolitische Bedenken vorzuschieben, sollte OB Conradt seinem Kulturdezernenten schleunigst Beine machen. Die Szene braucht Geld, aber sie braucht vor allem auch Perspektiven und verlässliche Ansprechpartner bei der Stadt“.


Susanne Commercon-Mohr

Commerçon-Mohr betont, dass die Landesregierung die zahlreichen kleinen Unternehmen und Soloselbständigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft schnell und unbürokratisch unterstütze, damit sie zumindest die nächsten Monate einigermaßen über die Runden kommen. Sie verweist auch auf zahlreiche private und politische Initiativen zur Stärkung der Kulturszene wie etwa die Spendenaktion des Kulturforums der Sozialdemokratie Saarland e.V., bei der schon mehr als 20.000 Euro zusammengekommen sind.

„Aber wir dürfen uns keine Illusionen machen: 2020 droht ein verlorenes Jahr für die städtische Kultur zu werden. Es wird auf Sicht keine großen Veranstaltungen, keine Festivals geben, und auch kleine Events werden nur eingeschränkt stattfinden können“, so die Sprecherin. „Wir müssen jetzt Vorsorge dafür treffen, dass hier kein Bruch entsteht, weil wichtige – überwiegend von Vereinen und Privatpersonen getragene – Institutionen pleitegehen“.

Deshalb müsse umgehend geklärt werden, ob zum Beispiel Mittel, die für Projektförderungen geplant waren, in Zuschüsse umgewandelt werden können, oder die Laufzeiten bereits bewilligter Projekte so verändert werden, dass die Mittel nicht verfallen. „Auf die Kreativität der Kulturschaffenden ist Verlass, die werden sich etwas einfallen lassen, wie es nach der Krise weitergeht. Damit es aber überhaupt weitergehen kann, dafür muss jetzt die Kulturverwaltung Kreativität zeigen“, fordert Susanne Commerçon-Mohr.

Foto: Heyd


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