Übung: Vermisstensuche von Feuerwehr und THW

Eine gemeinsame Übung mit dem THW Ortsverband Saarbrücken stand am 6. März auf dem Übungsplan der Feuerwehr Gersweiler. Verantwortlich für die Planung zeigte sich Christophe Lück, der sich ein ganz besonderes Übungsobjekt ausgesucht hatte.

Die Firma SAV (Sand aus Velsen) ermöglichte es, in einer ihrer Sand- und Kiesgrube zu üben. Ein ideales Übungsobjekt für eine „Vermisstensuche“.

Zwei Fahrzeuge vom THW und  drei Feuerwehrfahrzeuge aus Gersweiler wurden über Funk mit der Meldung „ Vermisste Person in der Sand – und Kiesgrube Schmeer abgerufen. Dort angekommen, erwartete Einsatzleiter Florian Felten keine leichte Aufgabe:

„Ein Vater machte sich auf die Suche nach seinen beiden Kindern, die sich trotz beginnender Dunkelheit noch nicht zu Hause gemeldet hatten. Noch während dieser unterwegs war, hatten zwischenzeitlich die Kinder den Weg wieder nach Hause gefunden, jedoch nach zwei Stunden nicht der Vater, weshalb dessen Frau die Polizei verständigte. In Gesprächen mit den Kindern erfuhr diese, dass man sich zuletzt rund um das Gebiet der Sandgrube Schmeer aufgehalten hatte.“

Einsatzleiter Felten führte zunächst eine kurze Begehung auf fest begehbaren Wegen rund um den Einfahrtsbereich der Sandgrube durch.

Mittels einer Lagekarte wurde ein Suchgebiet ausgewiesen. Der Bereich musste komplett ausgeleuchtet werden. Diese Aufgabe übernahm das THW unter der Einsatzleitung vom Gruppenführer der Bergung Steven Schertz, der mit eigens hierzu geeigneten Fahrzeugen und einem 40 KVA Notstromaggregat gekommen war.

Vom THW wurde ein Powermoon Leuchtballon, sowie eine neue Flächenleuchte aufgestellt, während ein Fahrzeug vom Löschbezirk einen Lichtmast aufbaute.

Jeweils von zwei Seiten aufeinander zukommend, wurden Suchketten gebildet, die das hügelige, mit Sandhaufen aufgefüllte Gelände, nach dem vermissten Vater durchsuchten.

Nach etwa 45 Minuten wurde die Suche abgebrochen, da man nicht fündig wurde.

Was die Suchtrupps nicht wussten war, dass Übungsleiter Lück zuvor einen 80 Kilo schweren Dummy im Gelände mit Sand so eingedeckt hatte, dass dieser komplett verschüttet dort nicht zu vermuten war, obwohl durchaus eine dortige Verschüttung durch Unachtsamkeit hätte stattfinden können.

Nachdem dann der Dummy wieder frei gebuddelt war, war man sich in der Nachbesprechung einig, dass bei einer Vermisstensuche zusätzlich eine Hundestaffel, sowie der neue Quadrokopter (Drohne) der Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken, der im Löschbezirk Geislautern der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen stationiert ist, mit alarmiert worden wäre. Dieser verfügt über eine Wärmebildkamera sowie eine 30 fache Zoomkamera was bereits zum Beginn des Einsatzes zu einem ersten schnellen Handeln geführt hätte.

Doch auch so war man mit dem Verlauf der Übung zufrieden, hat doch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW bestens funktioniert.

Nachdem dann die Einsatzkleidung und die Fahrzeuge grob gereinigt waren, ging man zum gemütlichen Teil über, die sich die insgesamt 40 Teilnehmenden an diesem Übungsabend verdient hatten.

Die Feuerwehr Gersweiler und das THW Ortsverband Saarbrücken bedanken sich nochmals an dieser Stelle für die zur Verfügungsstellung der Sand- und Kiesgrube bei den beiden Geschäftsführern der Firma SAV Herrn Helmut Omlor und Herrn Werner Schmeer.

Rafael Mailänder, Pressebeauftragter Feuerwehr Gersweiler 
Fotos: Feuerwehr Gersweiler

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